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Deckungsbeitrag berechnen und Break-even bestimmen

Der Deckungsbeitrag zeigt, was ein Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Er ist die einzige Größe, mit der sich Sortimente, Aufträge und Preisuntergrenzen sauber bewerten lassen.

Rechner

Deckungsbeitragsrechner

Was trägt ein Stück zur Fixkostendeckung bei?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

21,5 €

Deckungsbeitrag je Stück bei 49,9 € Preis und 28,4 € variablen Kosten

49,9 − 28,4 = 21,5 €

Deckungsbeitragsquote
43,09 %
Variable Kostenquote
56,91 %
Deckungsbeitrag bei 1.000 Stück
21.500 €
Preisuntergrenze kurzfristig
28,4 €

So arbeitet der Rechner

Je Stück ergibt sich der Deckungsbeitrag aus Preis minus variablen Kosten. Fixkosten haben in dieser Rechnung nichts zu suchen – sie fallen ohnehin an. Deshalb kann ein Auftrag unterhalb der Vollkosten sinnvoll sein, solange er einen positiven Deckungsbeitrag liefert und keine bessere Alternative verdrängt.

Über die Menge entsteht der gesamte Deckungsbeitrag. Liegt er über den Fixkosten, ist das Ergebnis positiv. Die Break-even-Menge folgt aus Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Stück und beantwortet, wie viel verkauft werden muss, damit die Rechnung aufgeht.

Bei knappen Kapazitäten zählt nicht der Deckungsbeitrag je Stück, sondern der je Engpasseinheit – also je Maschinenstunde oder Mitarbeiterstunde. Produkte mit hohem Beitrag pro Stück, aber langer Bearbeitungszeit können dabei nach hinten rutschen.

Die wichtigsten Kennzahlen

Deckungsbeitrag je Stück
Preis minus variable Kosten. Untergrenze für jede Preisverhandlung.
Deckungsbeitragsquote
Beitrag im Verhältnis zum Preis. Basis für Break-even und Rabattgrenzen.
Break-even-Menge
Fixkosten geteilt durch den Beitrag je Stück.
Preisuntergrenze
Kurzfristig die variablen Kosten, langfristig die Vollkosten samt Gewinnanspruch.
Beitrag je Engpasseinheit
Deckungsbeitrag geteilt durch die benötigte Zeit am Engpass. Entscheidet über die Reihenfolge der Aufträge.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
DeckungsbeitragDB = Preis − variable Kosten
QuoteQuote = DB ÷ Preis × 100
GesamtDB gesamt = DB je Stück × Menge
Break-even-MengeMenge = Fixkosten ÷ DB je Stück
Break-even-UmsatzUmsatz = Fixkosten ÷ Quote

Fälle aus dem Betrieb

Produkt bewerten

49,90 Euro Preis und 28,40 Euro variable Kosten ergeben 21,50 Euro Deckungsbeitrag, also 43 Prozent Quote.

Break-even ermitteln

Bei 180.000 Euro Fixkosten sind rund 8.372 Stück nötig, um die Fixkosten zu decken.

Zusatzauftrag annehmen

Ein Sonderpreis von 34 Euro liegt unter den Vollkosten, bringt aber 5,60 Euro Deckungsbeitrag. Ohne Alternativnutzung der Kapazität ist er sinnvoll.

Engpass beachten

Zwei Produkte mit gleichem Beitrag je Stück sind ungleich wertvoll, wenn eines doppelt so lange auf der Maschine liegt.

Häufige Fragen

Ist der Deckungsbeitrag der Gewinn?

Nein. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn. Bis dahin finanziert jeder Beitrag die Fixkostenbasis.

Darf ich unter Vollkosten verkaufen?

Kurzfristig ja, solange der Deckungsbeitrag positiv ist und keine besser bezahlte Nachfrage verdrängt wird. Dauerhaft muss der Preis die Vollkosten tragen.

Welche Kosten sind variabel?

Material, Fracht, Provisionen, Verpackung, Zahlungsgebühren und alle Kosten, die mit der Menge steigen.

Wie hilft die Kennzahl bei Rabatten?

Sie zeigt, wie viel Mehrmenge einen Nachlass ausgleichen müsste. Bei 43 Prozent Quote kostet ein Rabatt von zehn Prozentpunkten fast ein Drittel mehr Absatz.