Gesellschafter prüft seine Anlage
180.000 Euro Gewinn auf 1,2 Millionen Euro Eigenkapital ergeben 15 Prozent. Das ist der Maßstab, an dem eine Ausschüttung gegen eine Reinvestition abgewogen wird.
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Dienstag, 22. September 2026
Die Eigenkapitalrendite zeigt, was das eingesetzte eigene Geld im Unternehmen verdient. Der Rechner liefert sie aus Gewinn und Eigenkapital, nennt den Gewinn für eine Zielrendite und stellt die Gesamtkapitalrendite daneben.
Rechner
Wie viel Rendite bringt das eingesetzte Eigenkapital?
Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Ergebnis
15 %
Jahresüberschuss von 180.000 € auf 1.200.000 € Eigenkapital
180.000 ÷ 1.200.000 × 100 = 15 %
Der Jahresüberschuss wird durch das Eigenkapital geteilt. Sauber ist das durchschnittliche Eigenkapital aus Jahresanfang und Jahresende, weil Einlagen oder Ausschüttungen im Jahr sonst das Bild verzerren. Bei stabilem Kapital genügt der Bilanzwert zum Stichtag.
Die Kennzahl reagiert stark auf die Kapitalstruktur. Wer Eigenkapital durch Kredite ersetzt, hebt die Rendite, solange die Gesamtkapitalrendite über dem Fremdkapitalzins liegt. Dieser Hebel wirkt in beide Richtungen und erhöht das Risiko, weshalb die Rendite immer zusammen mit der Eigenkapitalquote gelesen wird.
Der Modus Gesamtkapitalrendite rechnet den Gewinn auf Eigen- und Fremdkapital. Die Differenz zwischen beiden Renditen ist der Hebeleffekt in Prozentpunkten. Bei negativem Eigenkapital ist die Kennzahl nicht aussagekräftig, dann zählen Liquidität und Schuldendienst.
| Rechenweg | Formel |
|---|---|
| Eigenkapitalrendite | ROE = Jahresüberschuss ÷ Eigenkapital × 100 |
| Nötiger Gewinn | Gewinn = Eigenkapital × Zielrendite ÷ 100 |
| Gesamtkapitalrendite | ROA = Ergebnis ÷ (Eigenkapital + Fremdkapital) × 100 |
| Eigenkapitalquote | Quote = Eigenkapital ÷ Bilanzsumme × 100 |
| Verschuldungsgrad | Grad = Fremdkapital ÷ Eigenkapital × 100 |
| Hebeleffekt | ROE = ROA + (ROA − Zins) × Fremdkapital ÷ Eigenkapital |
180.000 Euro Gewinn auf 1,2 Millionen Euro Eigenkapital ergeben 15 Prozent. Das ist der Maßstab, an dem eine Ausschüttung gegen eine Reinvestition abgewogen wird.
Bei 900.000 Euro Eigenkapital und einem Anspruch von 12 Prozent müssen 108.000 Euro Gewinn entstehen, also 9.000 Euro im Monat. Diese Zahl geht in die Vertriebsplanung.
Bei 8 Prozent Gesamtkapitalrendite und einem Verschuldungsgrad von 100 Prozent kann die Eigenkapitalrendite auf 12 Prozent steigen, sofern der Kreditzins bei 4 Prozent liegt.
Ein Handelsbetrieb mit geringem Kapitalbedarf erreicht leicht 20 Prozent, ein Produzent mit hohem Anlagevermögen selten. Der Vergleich ist nur innerhalb der Branche belastbar.
Für die Eigenkapitalrendite der Jahresüberschuss nach Steuern. Wer operative Kraft messen will, nimmt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und stellt es dem Gesamtkapital gegenüber.
Sie sollte über der Verzinsung liegen, die für vergleichbares Risiko am Markt erzielbar ist. Zehn bis fünfzehn Prozent gelten im Mittelstand als tragfähig, entscheidend ist die Branche.
Weil sie oft aus dünnem Eigenkapital entsteht. Dieselbe Struktur, die in guten Jahren die Rendite hebt, führt bei einem Gewinnrückgang schnell zu einer Unterdeckung.
Dort sind kalkulatorischer Unternehmerlohn und Privatentnahmen zu berücksichtigen. Ohne diese Korrektur ist der Gewinn zu hoch angesetzt und die Rendite geschönt.