Solo-Selbstständigkeit
65.000 Euro Zielgewinn und 14.000 Euro Kosten bei 1.100 Stunden ergeben einen Satz von 71,82 Euro netto.
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Dienstag, 22. September 2026
Ein Stundensatz entsteht aus drei Größen: dem Gewinn, den die Arbeit tragen soll, den Betriebskosten und der Zahl der Stunden, die sich tatsächlich verkaufen lassen. Der Rechner zeigt alle drei Richtungen.
Rechner
Welcher Stundensatz deckt Kosten und Zielgewinn?
Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Ergebnis
71,82 €
Stundensatz netto für 65.000 € Zielgewinn bei 1.100 fakturierbaren Stunden
(65.000 + 14.000) ÷ 1.100 = 71,82 €
Von 2.000 theoretischen Jahresstunden bleiben nach Urlaub, Krankheit, Akquise, Angeboten, Buchhaltung und Weiterbildung meist 1.000 bis 1.300 fakturierbare Stunden. Diese Zahl entscheidet über den Satz stärker als jede Verhandlung.
Der Zielgewinn muss alles abdecken, was bei Angestellten der Arbeitgeber trägt: Krankenversicherung, Altersvorsorge, Rücklagen für Auftragslücken und Steuern. Ein Satz, der nur die laufenden Kosten deckt, funktioniert nur solange nichts dazwischenkommt.
Für Angebote lohnt es, den Satz nicht zu senken, sondern den Leistungsumfang anzupassen. Ein einmal reduzierter Stundensatz wird beim gleichen Kunden selten wieder angehoben und wirkt als Anker für Folgeprojekte.
| Rechenweg | Formel |
|---|---|
| Stundensatz | Satz = (Zielgewinn + Kosten) ÷ fakturierbare Stunden |
| Tagessatz | Tagessatz = Stundensatz × Stunden pro Tag |
| Gewinn | Gewinn = Satz × Stunden − Kosten |
| Fakturierbare Stunden | Stunden = Stunden pro Woche × Arbeitswochen |
| Auslastung | Auslastung = fakturierbare Stunden ÷ Arbeitsstunden × 100 |
65.000 Euro Zielgewinn und 14.000 Euro Kosten bei 1.100 Stunden ergeben einen Satz von 71,82 Euro netto.
85 Euro Stundensatz bei 1.100 Stunden bringen 93.500 Euro Umsatz, nach Kosten bleiben 79.500 Euro vor Steuern.
30 fakturierbare Stunden in 44 Arbeitswochen ergeben 1.320 Stunden, also 75 Prozent Auslastung bezogen auf eine 40-Stunden-Woche.
Bei klar umrissenen Ergebnissen ist ein Festpreis oft durchsetzbarer – die Kalkulationsbasis bleibt derselbe Stundensatz.
In der Praxis 1.000 bis 1.300 im Jahr. Alles darüber setzt voraus, dass Akquise, Verwaltung und Weiterbildung kaum Zeit kosten.
Üblich ist netto zuzüglich Umsatzsteuer. Bei Privatkunden gehört der Bruttopreis ins Angebot.
Weil Urlaub, Krankheit, Vorsorge, Ausfallzeiten und Betriebskosten selbst getragen werden. Der Faktor drei zum Bruttostundenlohn ist ein realistischer Ausgangspunkt.
Unterschiede besser über Leistungsumfang, Reaktionszeiten oder Volumenzusagen abbilden als über den Satz selbst.