Sortiment kalkulieren
Ein Artikel mit 42 Euro Einkauf und 40 Prozent Zielmarge muss 70 Euro netto kosten. Der Aufschlag beträgt dabei 67 Prozent.
Wirtschaft · Marken · Digitale Märkte
Dienstag, 22. September 2026
Marge und Aufschlag werden im Alltag verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Bezugsgrößen haben. Der Rechner weist beide Zahlen gleichzeitig aus und leitet daraus Preis oder Einkaufsgrenze ab.
Rechner
Wie hoch ist die Marge bei diesem Einkaufs- und Verkaufspreis?
Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Ergebnis
39,13 %
Marge vom Verkaufspreis, absolut 27 € je Stück
(69 − 42) ÷ 69 × 100 = 39,13 %
Die Marge bezieht den Rohertrag auf den Verkaufspreis, der Aufschlag bezieht ihn auf den Einkaufspreis. Vierzig Prozent Marge entsprechen rund 67 Prozent Aufschlag. Wer beides gleichsetzt, kalkuliert systematisch zu niedrig.
Im Modus Verkaufspreis wird nicht der Einkaufspreis erhöht, sondern durch den Restanteil geteilt. Nur so bleibt die Marge tatsächlich stehen. Der Kalkulationsfaktor im Ergebnis ist die Zahl, mit der sich im Einkauf schnell rechnen lässt.
Alle Werte sind Nettowerte. Umsatzsteuer verändert die Marge nicht, weil sie durchlaufend ist. Rabatte, Skonti und Frachtkosten dagegen schon – sie gehören in den Einkaufspreis beziehungsweise als Abzug in den Verkaufspreis.
| Rechenweg | Formel |
|---|---|
| Marge | Marge = (Preis − Einkauf) ÷ Preis × 100 |
| Aufschlag | Aufschlag = (Preis − Einkauf) ÷ Einkauf × 100 |
| Verkaufspreis | Preis = Einkauf ÷ (1 − Marge ÷ 100) |
| Einkaufsgrenze | Einkauf = Preis × (1 − Marge ÷ 100) |
| Kalkulationsfaktor | Faktor = 1 ÷ (1 − Marge ÷ 100) |
Ein Artikel mit 42 Euro Einkauf und 40 Prozent Zielmarge muss 70 Euro netto kosten. Der Aufschlag beträgt dabei 67 Prozent.
Soll ein Produkt 69 Euro kosten und 45 Prozent Marge tragen, darf der Einkauf höchstens 37,95 Euro betragen. Das ist die Zahl für das Lieferantengespräch.
Bei 35 Prozent Marge frisst ein Nachlass von zehn Prozentpunkten fast ein Drittel des Rohertrags. Solche Zugeständnisse brauchen Mengenausgleich.
Zwei Euro Fracht je Stück senken bei 50 Euro Verkaufspreis die Marge um vier Prozentpunkte. Sie gehören in den Einkaufspreis.
Nein. Die Marge deckt neben dem Gewinn auch Personal, Miete, Logistik und Marketing. Der Gewinn bleibt erst nach diesen Kosten.
Weil die Marge sich auf den späteren Verkaufspreis bezieht. Ein Aufschlag von 40 Prozent auf den Einkauf ergibt nur rund 29 Prozent Marge.
Immer netto. Die Umsatzsteuer wird abgeführt und ist kein Ertrag, sie würde die Marge verzerren.
Das hängt vom Geschäftsmodell ab: Lebensmittelhandel arbeitet mit wenigen Prozent, Fachhandel und Markenartikel mit deutlich mehr, Software und Beratung mit sehr hohen Werten.