Mittelständische Konsummarke
18 Millionen Euro Umsatz und drei Prozent Lizenzsatz ergeben 540.000 Euro Ersparnis pro Jahr und je nach Kapitalkosten einen Wert im mittleren einstelligen Millionenbereich.
Wirtschaft · Marken · Digitale Märkte
Dienstag, 22. September 2026
Eine Marke ist wert, was sie an Zahlungsströmen auslöst. Der Rechner zeigt drei übliche Zugänge: ersparte Lizenzgebühren, den markenbedingten Ergebnisanteil und den Preisvorteil gegenüber unmarkierten Anbietern.
Rechner
Was wäre die Marke an Lizenzgebühren wert?
Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Ergebnis
7.714.286 €
Markenwert aus ersparten Lizenzgebühren von 540.000 € pro Jahr
18.000.000 × 3 ÷ 100, abgezinst mit 9 Prozent über 5 Jahre plus Fortführungswert
Die Lizenzpreisanalogie fragt, welche Gebühr für die Nutzung der Marke zu zahlen wäre. Branchenübliche Lizenzsätze liegen zwischen einem und sechs Prozent vom Umsatz. Diese ersparte Gebühr wird über den Planungszeitraum abgezinst und um einen Fortführungswert ergänzt.
Beim Ertragswertverfahren wird der Teil des Betriebsergebnisses geschätzt, der auf die Marke zurückgeht. Der Anteil stammt aus Marktforschung oder Konjointanalysen; Werte zwischen 20 und 50 Prozent sind in Konsumgütermärkten üblich, in Industriegütermärkten geringer.
Das Preispremium misst, wie viel mehr Kunden gegenüber einem vergleichbaren unmarkierten Produkt zahlen. Diese Methode ist am direktesten belegbar, setzt aber ein echtes Vergleichsprodukt voraus. Alle drei Verfahren liefern Bandbreiten, keine exakten Werte – für Bilanzierung nach IDW S 5 ist zusätzlich eine Plausibilisierung über mehrere Verfahren üblich.
| Rechenweg | Formel |
|---|---|
| Lizenzersparnis | Ersparnis = Umsatz × Lizenzsatz ÷ 100 |
| Barwert | Barwert = Summe der Zahlungen ÷ (1 + Kapitalkosten)^Jahr |
| Markenertrag | Ertrag = Betriebsergebnis × Markenanteil ÷ 100 |
| Preispremium | Zusatzertrag = Preis × Premium ÷ 100 × Menge |
| Fortführungswert | Wert = Zahlung × (1 + g) ÷ (Kapitalkosten − g) |
18 Millionen Euro Umsatz und drei Prozent Lizenzsatz ergeben 540.000 Euro Ersparnis pro Jahr und je nach Kapitalkosten einen Wert im mittleren einstelligen Millionenbereich.
1,2 Millionen Euro Betriebsergebnis und 35 Prozent Markenanteil ergeben 420.000 Euro Markenertrag pro Jahr.
Acht Prozent Premium bei 39,90 Euro Preis und 240.000 Stück ergeben rund 766.000 Euro zusätzlichen Ertrag im Jahr.
Liegen die drei Verfahren weit auseinander, ist das ein Hinweis auf unsichere Annahmen – nicht auf einen Rechenfehler.
Nach HGB und IFRS nicht. Aktiviert werden dürfen nur erworbene Marken. Die Bewertung dient Transaktionen, Lizenzverhandlungen und Steuerung.
Er orientiert sich an vergleichbaren Lizenzverträgen der Branche. In Konsumgütermärkten sind zwei bis fünf Prozent üblich, bei Industriegütern weniger.
Weil er alle Zahlungen nach dem Detailplanungszeitraum abbildet. Er reagiert stark auf Wachstumsannahme und Kapitalkosten und sollte konservativ gesetzt werden.
In der Praxis werden mehrere gerechnet und auf Plausibilität geprüft. Der IDW-Standard S 5 verlangt für die Markenbewertung ausdrücklich die Offenlegung der Methodik.