BRANDMAGAZIN

Stundenlohn berechnen und Arbeitgeberkosten einordnen

Gehalt und Stundenlohn lassen sich nur über die monatliche Sollzeit verbinden. Der Rechner nutzt die korrekte Umrechnung und zeigt zusätzlich, was eine Stelle den Arbeitgeber kostet.

Rechner

Stundenlohn-Rechner

Welcher Stundenlohn steckt im Monatsgehalt?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

21,92 €

Stundenlohn brutto bei 3.800 € Monatsgehalt und 40 Wochenstunden

3.800 ÷ (40 × 13 ÷ 3) = 21,92 €

Monatliche Sollstunden
173,3 h
Jahresgehalt
45.600 €
Tageslohn bei 8 Stunden
175,38 €
Jahresstunden
2.080 h

So arbeitet der Rechner

Die monatliche Sollzeit ergibt sich aus Wochenstunden mal 13 geteilt durch 3. Bei 40 Stunden sind das 173,33 Stunden, nicht 160. Wer mit 160 rechnet, überschätzt den Stundenlohn um rund acht Prozent.

Die Arbeitgeberkosten liegen über dem Bruttogehalt: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung und Umlagen summieren sich auf rund 21 Prozent. In der Kalkulation eines Stundensatzes gehören zusätzlich Urlaub, Feiertage und Ausfallzeiten berücksichtigt, weil sie bezahlt, aber nicht produktiv sind.

Für Stundenlöhne gilt der gesetzliche Mindestlohn als Untergrenze. Er bezieht sich auf die tatsächlich geleistete Arbeitszeit – nicht dokumentierte Mehrarbeit kann ihn rechnerisch unterschreiten, was Bußgelder auslöst.

Die wichtigsten Kennzahlen

Sollstunden pro Monat
Wochenstunden mal 13 geteilt durch 3. Die Brücke zwischen Gehalt und Stundenlohn.
Bruttostundenlohn
Monatsgehalt geteilt durch Sollstunden. Basis für Zuschläge und Überstundenvergütung.
Arbeitgeberbrutto
Gehalt plus Sozialabgaben und Umlagen, rund 21 Prozent Aufschlag.
Produktive Stunden
Bezahlte Stunden minus Urlaub, Feiertage und Ausfall. Die relevante Basis für Stundensätze.
Mindestlohn
Gesetzliche Untergrenze je geleistete Arbeitsstunde, unabhängig von der Vergütungsform.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
SollstundenStunden = Wochenstunden × 13 ÷ 3
StundenlohnLohn = Monatsgehalt ÷ Sollstunden
MonatsgehaltGehalt = Stundenlohn × Sollstunden
ArbeitgeberkostenKosten = Gehalt × (1 + Nebenkostenquote ÷ 100)
JahresarbeitszeitStunden = Sollstunden × 12

Fälle aus dem Betrieb

Gehalt umrechnen

3.800 Euro bei 40 Wochenstunden ergeben 21,92 Euro Stundenlohn und rund 2.080 Jahresstunden.

Stundenlohn hochrechnen

22,50 Euro bei 40 Stunden entsprechen 3.900 Euro Monatsgehalt, also 46.800 Euro im Jahr.

Kosten einer Stelle

3.800 Euro Gehalt kosten mit 21 Prozent Nebenkosten rund 4.598 Euro im Monat, also gut 26,50 Euro pro Sollstunde.

Teilzeit vergleichen

Bei 30 Wochenstunden sinkt die Sollzeit auf 130 Stunden. Der Stundenlohn bleibt gleich, das Gehalt sinkt entsprechend.

Häufige Fragen

Warum nicht Gehalt geteilt durch 160?

Weil ein Monat im Schnitt 4,33 Wochen hat. Mit 160 Stunden wird der Stundenlohn zu hoch ausgewiesen.

Ist der Stundenlohn brutto oder netto?

Brutto. Der Nettostundenlohn hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Beitragssätzen ab und liegt deutlich darunter.

Wie hoch sind die Arbeitgebernebenkosten?

Rund 21 Prozent des Bruttogehalts aus Sozialversicherung, Unfallversicherung und Umlagen. Branchen mit hoher Unfallgefahr liegen darüber.

Taugt der Stundenlohn als Stundensatz?

Nein. Ein verkaufter Stundensatz muss zusätzlich Gemeinkosten, unproduktive Zeit und Gewinn tragen – er liegt regelmäßig beim Dreifachen.