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Tagessatz-Rechner für Beratung und Projektarbeit

Der Tagessatz wird nicht am Markt abgelesen, sondern aus Kosten, Zielgewinn und der Zahl der Tage gerechnet, die sich tatsächlich verkaufen lassen. Der Rechner macht diese drei Größen sichtbar.

Rechner

Tagessatz-Rechner

Welcher Tagessatz deckt Kosten und Zielgewinn?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

771,43 €

Tagessatz netto für 90.000 € Zielgewinn bei 140 fakturierbaren Tagen

(90.000 + 18.000) ÷ 140 = 771,43 €

Stundensatz bei 8 Stunden
96,43 €
Jahresumsatz
108.000 €
Kostenanteil je Tag
128,57 €
Brutto mit 19 Prozent
918 €

So arbeitet der Rechner

Entscheidend ist die Zahl der fakturierbaren Tage. Von 250 Arbeitstagen bleiben nach Urlaub, Krankheit, Akquise, Angeboten und Verwaltung meist 130 bis 160. Wer mit 220 Tagen kalkuliert, setzt seinen Satz zu niedrig an und arbeitet die Lücke später unbezahlt nach.

Zum Zielgewinn gehören alle privaten Verpflichtungen: Kranken- und Altersvorsorge, Rücklagen für Steuern und Auftragslücken. Die Betriebskosten umfassen Büro, Software, Versicherungen, Fortbildung und Fahrzeuge.

Der Vergleich mit einer Festanstellung rechnet mit den Arbeitgeberkosten, nicht mit dem Bruttogehalt. Sozialabgaben, Urlaub und Ausfallzeiten machen einen Angestellten für das Unternehmen rund 20 Prozent teurer als das Brutto – dieser Aufschlag gehört auch in den eigenen Satz.

Die wichtigsten Kennzahlen

Fakturierbare Tage
Tage, die ein Kunde tatsächlich bezahlt. Die empfindlichste Größe in der ganzen Rechnung.
Auslastungsquote
Fakturierbare Tage geteilt durch Arbeitstage. Werte über 70 Prozent sind auf Dauer selten haltbar.
Betriebskostenquote
Kosten im Verhältnis zum Umsatz. Sie zeigt, wie viel vom Tagessatz überhaupt beim Gewinn ankommt.
Deckungsbeitrag je Tag
Tagessatz minus projektbezogene Kosten wie Reise und Material.
Mindestsatz
Satz, bei dem Kosten und Existenzbedarf gerade gedeckt sind. Unter diesem Wert ist ein Auftrag kein Geschäft.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
TagessatzSatz = (Zielgewinn + Kosten) ÷ fakturierbare Tage
StundensatzStundensatz = Tagessatz ÷ Stunden pro Tag
GewinnGewinn = Satz × Tage − Kosten
Vergleich AnstellungSatz = (Brutto × 1,2 + Kosten) ÷ Tage
AuslastungAuslastung = fakturierbare Tage ÷ Arbeitstage × 100

Fälle aus dem Betrieb

Beratung im Mittelstand

90.000 Euro Zielgewinn und 18.000 Euro Kosten bei 140 Tagen ergeben einen Tagessatz von rund 771 Euro netto.

Rückwärts gerechnet

950 Euro Tagessatz an 140 Tagen bringen 133.000 Euro Umsatz, nach 18.000 Euro Kosten bleiben 115.000 Euro vor Steuern.

Wechsel aus der Anstellung

Ein Bruttogehalt von 75.000 Euro entspricht rund 90.000 Euro Arbeitgeberkosten. Mit eigenen Kosten braucht es bei 140 Tagen etwa 771 Euro pro Tag.

Reisezeit einpreisen

Zwei Reisetage je Woche ohne Vergütung senken die fakturierbare Zeit deutlich. Entweder werden sie berechnet oder im Satz berücksichtigt.

Häufige Fragen

Wie viele Tage kann ich realistisch verkaufen?

In der Beratung meist 130 bis 160 Tage im Jahr. Der Rest geht für Akquise, Verwaltung, Fortbildung, Urlaub und Ausfall weg.

Ist der Tagessatz netto oder brutto?

Üblich ist netto zuzüglich Umsatzsteuer. Für Privatkunden sollte der Bruttopreis ausgewiesen werden.

Warum ist mein Tagessatz höher als das Gehalt geteilt durch Arbeitstage?

Weil Sie Urlaub, Krankheit, Vorsorge, Ausfallzeiten und Betriebskosten selbst tragen. Diese Posten sind im Gehalt eines Angestellten enthalten.

Sollte der Satz je Kunde variieren?

Eher über Leistungsumfang und Konditionen als über den Satz selbst. Ein einmal gesenkter Satz lässt sich beim gleichen Kunden kaum wieder erhöhen.