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Überstunden-Rechner für Zeitkonto und Abrechnung

Überstunden werden erst dann zum Streitpunkt, wenn niemand die Sollzeit kennt. Der Rechner ermittelt die monatliche Sollzeit aus der Wochenarbeitszeit und stellt ihr die tatsächlichen Stunden gegenüber.

Rechner

Überstunden-Rechner

Wie viele Überstunden sind im Monat aufgelaufen?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

4 h 40 min

Abweichung von der Sollzeit 173 h 20 min im Monat

178 − 40 × 13 ÷ 3 = 4,67 Stunden

Sollzeit pro Monat
173 h 20 min
Istzeit
178 h 00 min
Abweichung pro Woche
1 h 05 min
Hochrechnung aufs Jahr
56 h 00 min

So arbeitet der Rechner

Die monatliche Sollzeit ergibt sich aus der Wochenarbeitszeit multipliziert mit 13 und geteilt durch 3. Dahinter stehen 52 Wochen im Jahr, verteilt auf zwölf Monate. Bei 40 Stunden pro Woche sind das rund 173,33 Stunden im Monat – nicht 160.

Bei der Vergütung wird der Stundenlohn um den vereinbarten Zuschlag erhöht. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Zuschlag für Überstunden nicht, er ergibt sich aus Arbeits- oder Tarifvertrag. Üblich sind 25 Prozent, für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit mehr.

Der Freizeitausgleich teilt die Überstunden durch die tägliche Arbeitszeit. Er ist arbeitsrechtlich der saubere Weg, weil das Arbeitszeitgesetz Ausgleich innerhalb eines Zeitraums verlangt, nicht Bezahlung. Pauschalklauseln, die beliebig viele Überstunden mit dem Gehalt abgelten, sind regelmäßig unwirksam.

Die wichtigsten Kennzahlen

Sollzeit
Vertraglich geschuldete Stunden im Monat. Basis jeder Überstundenrechnung.
Zeitsaldo
Differenz zwischen Ist und Soll. Ein dauerhaft positives Konto ist ein Planungsproblem, keine Leistung.
Zuschlagssatz
Prozentaufschlag auf den Stundenlohn. Ergibt sich aus Vertrag oder Tarif, nicht aus dem Gesetz.
Höchstarbeitszeit
Acht Stunden täglich, ausdehnbar auf zehn, wenn im Ausgleichszeitraum durchschnittlich acht erreicht werden.
Verfallfristen
Ansprüche auf Vergütung verjähren; Ausschlussfristen im Vertrag können sie schon nach Monaten beseitigen.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
Sollzeit pro MonatSoll = Wochenstunden × 13 ÷ 3
ÜberstundenSaldo = Iststunden − Sollstunden
VergütungVergütung = Stunden × Lohn × (1 + Zuschlag ÷ 100)
Stundenlohn aus GehaltLohn = Monatsgehalt ÷ Sollstunden
FreizeitausgleichTage = Überstunden ÷ Tagesarbeitszeit

Fälle aus dem Betrieb

Zeitkonto im Monat

178 Iststunden bei 40 Wochenstunden bedeuten rund 4,7 Überstunden, also gut eine Stunde pro Woche.

Auszahlung mit Zuschlag

14 Überstunden bei 24,50 Euro Stundenlohn und 25 Prozent Zuschlag ergeben 428,75 Euro brutto.

Ausgleich in Tagen

14 Überstunden bei acht Stunden Tagesarbeitszeit entsprechen 1,75 freien Tagen.

Dauerhafte Mehrarbeit

Fünf Überstunden pro Woche summieren sich auf gut 250 Stunden im Jahr – der Gegenwert von rund 30 Arbeitstagen.

Häufige Fragen

Warum sind es 173 und nicht 160 Stunden im Monat?

Weil ein Monat im Schnitt 4,33 Wochen hat. Die Formel Wochenstunden mal 13 geteilt durch 3 bildet das korrekt ab.

Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?

Nein. Ein Zuschlag muss im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart sein. Ohne Regelung besteht Anspruch auf die normale Vergütung der Mehrarbeit.

Sind Überstunden mit dem Gehalt abgegolten?

Nur in engen Grenzen. Pauschale Klauseln ohne Obergrenze halten einer arbeitsgerichtlichen Prüfung in der Regel nicht stand.

Wie viele Überstunden sind erlaubt?

Die Höchstarbeitszeit liegt bei zehn Stunden am Tag, im Durchschnitt von sechs Monaten dürfen acht Stunden nicht überschritten werden.